Wolkenkratzer – konstruiert gegen Gefahr und für Komfort
Taipeh liegt in einem Erdbeben- und Taifungebiet;
nichtsdestotrotz steht hier der Taipei 101, der bis zum Jahr 2007 höchstes Gebäude der Welt war. Teilweise einem starkem Wüstenwind ist der Burj Dubai ausgesetzt und muss ihm standhalten. Der Bau von Wolkenkratzern kennt ganz eigene Notwendigkeiten, die bei anderen Bauprojekten kaum eine oder zumindest eine geringere Rolle spielen.
Dass etwa ein Bungalow bei Sturm zu schwanken beginnt, ist eher unwahrscheinlich, beim Wolkenkratzer wäre es dagegen sehr wahrscheinlich, würde man ihn nicht so bauen, dass Schwankungen vermieden werden.
Wichtige Meilensteine der Konstruktionsgeschichte aus den Anfangstagen
Indirekt zur Konstruktionsgeschichte von Wolkenkratzern gehört die Erfindung des Fahrstuhls. Natürlich ließen sich auch ohne Fahrstühle Hochhäuser und gar Wolkenkratzer realisieren. Frage bliebe jedoch, wer bereit wäre, in obere und oberste Stockwerke zu ziehen, wenn die nur über Treppen erreichbar wären? Als Erfinder des Personen-Fahrstuhls gilt Elisha Graves Otis, der im Jahr 1852 seinen mit Dampf betriebenen Fahrstuhl der Öffentlichkeit vorstellte. Noch entscheidender für die Möglichkeit, hoch und immer höher zu bauen, waren in den Anfangstagen des Wolkenkratzerbaus jedoch zwei andere Innovationen. Beim Woolworth Building etwa setzte man auf Innovationen beim Fundament. Betonpfeiler verankerten das Gebäude auf Felsgrund unter der Erdoberfläche. Die feste Verankerung diente auch der Erdbebensicherheit. Quasi ein Pfahlbau ist auch der moderne Taipai 101. Etwa 550 Pfeiler mit einer Länge von bis zu 80 Metern durchstoßen Schwemmland auf ihrem Weg in die Tiefe, um den Giganten sicher zu verwurzeln. Eine andere Voraussetzung für den weitergehenden Bau in die Höhe war die Nutzung eines Stahlskeletts. Zunächst wird dabei das Stahlskelett aufgebaut, dann folgen Wände und Decken aus Beton.
Stahlbetonbau statt Stahlskelett
Das Stahlskelett des damaligen World Trade Centers wird mitverantwortlich dafür gemacht, dass die beiden Türme nach dem Terroranschlag zusammenbrachen. Durch die extreme Hitze, die sich nach dem Einschlag des Flugzeugs entwickelte, sollen die Stahlträger teilweise geschmolzen sein. Aus diesem Grund werden moderne Wolkenkratzer nach einem Bericht der Wirtschaftswoche vom Februar 2008 ausnahmslos in Stahlbetonbauweise konstruiert. Beim Burj Dubai kamen für den Bau auch Roboter zum Einsatz. Nach Angaben der Berliner Zeitung aus dem Jahr 2008 benötigten sie etwa vier Tage für den Bau eines ganzen Stockwerks. Als Baumaterial genutzt wurde ein Spezialbeton, der angeblich einen derartigen Härtegrad erreicht, dass auch starker Wind die Spitze des Gebäudes weniger als einen Meter wanken lässt.
Kampf gegen den Wind
Sollte ein Wolkenkratzer allzu sehr im Wind schwanken, dürfte es schwierig sein, zumindest höhere Etagen als Bürofläche oder gar Wohnraum zu vermieten. Dem Wind die Kraft zu nehmen oder aber der Kraft des Windes passend zu begegnen, ist deshalb eine weitere wichtige Aufgabe beim Wolkenkratzerbau. Schaut man wiederum auf den Burj Dubai, so sorgt etwa ein Y-förmiges Fundament für festen Halt. Beim Shanghai Tower wird sich die Außenfassade spiralförmig nach oben winden, um dem Wind die Kraft zu nehmen. Gleichzeitig dient diese Konstruktion auch dazu, Regenwasser zu sammeln, das für Heizung und Klimaanlage des Wolkenkratzers nutzbar gemacht wird.
Nachhaltigkeit und Komfort
Auch beim Wolkenkratzerbau wird mittlerweile verstärkt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz geachtet; der bereits erwähnte Shanghai Tower wird dafür etwa neben der Regenwasser-Sammel-Konstruktion auch integrierte Windkraftanlagen für die Stromversorgung besitzen. Ein anderes Beispiel ist der Bank of America Tower: Hier wird unter anderem nachts die im Vergleich zum Tag weniger genutzte Energie eingesetzt, um Wasser in Tanks zu vereisen, das tags drauf wieder schmilzt und zur Kühlung in den Räumen beiträgt. Wolkenkratzer entwickeln sich zu einem Motor der grünen Bauweise.
Der Hausmann sagt
am 18. Juni 2009 @ 16:37
Interessante Zusammenfassung zur Wolkenkratzer-Geschichte. Gott Sei Dank wurde mit den Wolkenkratzern auch gleich noch der Fahrstuhl erfunden, ansonsten wärs anstrengend geworden in die oberen Stockwerke zu kommen
TillT sagt
am 3. September 2009 @ 20:30
Hi, ziemlich gut geschrieben! Muss grade für Kunst (13 Klasse) ein Hochhaus selbst konstruieren + bauen dieser Text stellt eine gute Einführung in das “Thema” da.
Billiger Strom sagt
am 13. September 2009 @ 08:46
Ich habe festgestellt, dass viele Deutsch gerne den Strom-Versorger wechseln wollen, doch sind sie unsicher, wie das abläuft.
Hier oft gestellte Fragen und Antworten zum Thema Strom-Anbieter Wechsel:
Wie lange dauert ein Anbieter-Wechsel?
Der Zeitraum bis zum abschliessenden Wechsel ist je nach Strom-Versorger unterschiedlich. Üblicherweise ergibt sich ein Zeitraum von sechs bis zehn Wochen. Die Umstellung erfolgt immer zum Monatsanfang. Grundsätzlich ergibt sich für Sie als Verbraucher keine Änderung – auch brauchen Sie keinen neuen Stromzähler. Die Stromversorgung findet nach wie vor durch den regionalen Stromversorger statt, nur die Einspeisung in das Gesamtnetz wird von dem neuen Versorger vorgenommen. Hierfür zahlt der neue Anbieter eine Durchleitungsgebühr an den örtlichen Netzbetreiber. Für Sie als Konsument ergibt sich nur eine Änderung: Sie erhalten die Rechnung von einem anderen Unternehmen. Der Vorteil liegt darin, dass die neue Rechnung nun deutlich billiger ausfällt als Ihre alte.
Stromwechsel – Der größte Irrtum!
Immer wieder wird der Anbieter-Wechsel von den Konsumenten abgelehnt, da diese fürchten, dass es während der Umstellung zu eventuellen
Ausfällen in der Stromversorgung kommen könnte. Generelle Unsicherheit herrscht auch in dem Falle, dass der Stromversorger seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, beispielsweise bei einer Insolvenz. Wird die Versoirgung in solchen Fällen einfach abgestellt und man sitzt im dunklen?
Ein klares „Nein !!“ ist die Antwort auf diese Fragen!
Niemand muss befürchten eines Tages ohne Strom zu sein und auch dauerhafte Stromausfälle wird es nicht geben. Hierbei muss man sich vor Augen führen, dass mit einem Versorgerwechsel lediglich der Anbieter bestimmt wird, der den Strom in das Gesamtnetz einspeist. Die Stromversorgung erfolgt jedoch immer über den örtlichen Stromanbieter. Zum Schutz der Konsumenten wurde das so genannte Stromversorgungsgesetz erlassen. Laut diesem unterliegen die örtlichen Stromversorger der Verpflichtung, die uneingeschränkte Stromversorgung zu gewährleisten. Dies gilt auch dann, wenn der neue Strom-Anbieter seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt. Man spricht in solchen Fällen von der Ersatzversorgungsphase, die sich über den Zeitraum von drei Monaten erstreckt. Grundsätzlich kann in diesem Zeit ein neuer Strom-Versorger gewählt werden. Erst nach Ablauf des Zeitraumes entsteht ein automatisches Vertragsverhältnis, wenn kein neuer Anbieter gewählt wurde.